Comic Sans Winner

Nachdem oft über sogenannte Comic Sans Criminals diskutiert und gemeckert wird, gibts heute ein Fundstück aus dem Süd-Discounter um die Ecke. Hier wird die niedliche, harmlose Schrift korrekt für die Beschriftung eines Produktes für Kinder eingesetzt. Das Extrabonbon ist, dass es sich hier um ein sehr pinkes Produkt handelt, welches ausdrücklich für Kinder ist. Nicht für etwaige „Mädchen“.  Das ist cool, denn pink ist für alle da, die Bock drauf haben. Auch erwachsene Gestalternerds.

Groovy Hygienebeutel

Als ich dem Ruf der Natur eben folgte sind mir diese Hygienebeutel aufgefallen. Normalerweise fallen solche schnöden Alltagsgegenstände durch das Aufmerksamkeitsraster, jedoch mit erhöhter Aufmerksamkeit für Gestaltung, auch für kleine Unwichtigkeiten, fiel mir diese funky Seventies-Style Schriftart auf. Entweder sind diese Beutel seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts hier auf den Damentoiletten hier vorhanden oder die Druckvorlage wird nicht ausgetauscht. Warum auch? Lustig ist es trotzdem. Ich mag diese kleinen Details.

Gut designte Flaschen beschädigen ihre Marke

Anders kann man es nicht ausdrücken: Schöne Flaschen mit unnötig hässlichen Sprüchen  im Regal beschimpfen ihre kritischen Kunden anstatt sich ihrer Verantwortung als eine weit verbreitete Trinkfruchtmarke bewusst zu sein. Entweder wird bald jemand aus dem Social Media Stuhl katapultiert oder die oberste Entscheidungsspitze dieses Unternehmens hat den Morgensmoothie mit ner Flasche Lack verwechselt. Da ist so ein Verhalten –  Das hier ist übrigens Poe’s Law on Steroids – verständlich.

Danke Ti Leo für diesen Link.

Update: Die „Entschuldigung“ auf Facebook machts auch nur ein wenig besser. Gepresste Selbstironie. Die Werbeapologeten auf Twitter, die Aufmerksamkeit noch als die oberste Kajüte der Wirksamkeit halten  habem mir zugegebenermaßen auch noch ein lakonisches Grinsen aufs Gsicht gezaubert.

Schönen Ostersonntag euch allen.

Contentindustrie sucht sich neuen Depp und seltsame Symbolbilder bei der FAZ

Da will die Contentmafiaindustrie sich noch nen Heller dazuverdienen indem man einfach den Herstellern mobiler Endgeräte Gebühren für Privatkopien aufdrückt. Grundlage ist ein Gesetz, dass damals (TM) von Zypries im Jahr 2008 auf die Wege gebracht worden ist. Ach, lest euch die Geschichte selber durch, denn hier sieht man wieder wie kapputt unser Urheberrecht ist.

Aus Gestaltersicht ist allerdings das Symbolbild dieses Artikels sehr bemerkenswert. Es wird eine Dame mit Selfie-Stick gezeigt: Diese Apparatur steht doch quasi für die Urheberschaft einer Privatperson mit mobilem Endgerät (und durch das Endgerät erzeugt) an der eigenen Abbildung. Bildredaktionen schon wieder. Tss Tss. Der geneigte Fehlerteufel findet auch lustige Apostrophenvariationen im Text.